THL Übung: Der „Innere Retter“ im Fokus

05.02.2026
Übung
Technik rettet Leben, aber der Innere Retter gibt dem Patienten in der Extremsituation die nötige Sicherheit.

Traitsching, Dienstag den 03. Februar und Donnerstag 05. Februar 2026


In den vergangenen Tagen (Dienstag, 03.02. und Donnerstag, 05.02.) stand bei uns in der FF Traitsching ein besonders wichtiges Thema auf dem Plan: Die Technische Hilfeleistung (THL) mit Fokus auf den Inneren Retter. Um effektiv und intensiv üben zu können, haben wir die Mannschaft in zwei Gruppen aufgeteilt.

Theorie: Verantwortung & Psyche

Unser Übungsabend startete mit dem theoretischen Fundament. Wir haben uns mit den Aufgaben und Voraussetzungen für diese Position auseinandergesetzt. Besonders wichtig war uns dabei der Austausch über die psychische Belastung: Als Innerer Retter sind wir die unmittelbare Bezugsperson für den Patienten in einer absoluten Extremsituation.

Zudem haben wir das XABCDE-Schema zur strukturierten Patientenbeurteilung aufgefrischt, damit wir auch unter Stress den Überblick behalten und nichts übersehen.


Perspektivwechsel: Wenn es laut wird

Das Highlight der Übung war der Praxisteil. Wir durften selbst einmal im Übungsfahrzeug Platz nehmen, während um uns herum das schwere Gerät eingesetzt wurde.

Unsere Erfahrung vor Ort: Das laute Knirschen von Metall. Der Lärm der Rettungsgeräte direkt am Ohr. Die stark eingeschränkte Sicht und die Enge.

Unsere Erkenntnis: Wenn sich die Situation für uns als Feuerwehrleute schon beklemmend anfühlt – obwohl wir die Abläufe genau kennen – wie muss es dann erst einem Patienten gehen, der in Angst und Schmerz gefangen ist?


Die wichtigste Person: Der Innere Retter

Genau hier setzen wir als Innere Retter an. Wir sind das Bindeglied zwischen dem Patienten und der Außenwelt. Unsere Aufgaben sind dabei entscheidend für den Einsatzerfolg:

  • Beruhigen & Abschirmen: Wir schützen den Patienten aktiv vor Glassplittern und Lärm.

  • Kommunikation: Wir erklären jeden Schritt („Jetzt wird es kurz laut“, „Wir nehmen jetzt das Dach ab“).

  • Sicherheit vermitteln: Wir sind die feste Vertrauensperson in einer unübersichtlichen Lage.

Fazit: Technik ist wichtig, aber Menschlichkeit und eine klare Kommunikation sind oft die beste Medizin an der Einsatzstelle.

Ein herzliches Dankeschön an alle Kameraden für die engagierte Teilnahme an diesen wichtigen Übungstagen!